Schutzimpfungen dienen dem Schutz gegen übertragbare, tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. Einige von ihnen sind Pflicht. Nur bei rechtzeitiger Anwendung, d.h. nach einem genau eingehaltenen Impfkalender, erweisen sie sich als wirksam.
Die Immunität des Hundes
Der Welpe erhält den ersten Infektionsschutz von seiner Mutter, und zwar in Form der Abwehrstoffe im Kolostrum (Erstmilch). Diese werden während der ersten Lebensstunden (höchstens 24 Std.) mit dem Kolostrum übertragen, wenn die Mutter über ausreichende Immunität verfügt. Diese Abwehrs-toffe verschwinden zwischen der vierten und achtzehnten Lebenswoche aus dem Körper des Welpen. Dann ist er ohne Schutzimpfung nicht mehr geschützt. Da das Immunsystem des Jungen bei der Geburt noch nicht genug entwickelt ist und erst ca. in der sechsten Lebenswoche voll funktionsfähig wird, kann sich der Welpe bis zu diesem Alter nur mit den Abwehrstoffe schützen, die ihm von seiner Mutter übertragen wurden.
Bei der ersten Schutzimpfung sollte man darauf achten, nicht mit den mütterlichen Abwehrstoffen in Wechselwirkung zu treten, die bis zum Alter von zwölf Wochen wirksam sind. Ab einem Alter von sechs bis zehn Wochen kann man also einen Impfplan aufstellen.
Es ist ratsam, den Hund gegen sämtliche lebensgefährdenden Infektionskrankheiten impfen zu lassen.
Der Welpe sollte gegen Staupe, ansteckende Hepatitis, Leptospirosen und Parvovirose geimpft werden.
Einmal im Jahr fällt die Impfung an. Hinzu kommt eins bis zwei Mal im Jahr eine Wurmkur.